Magnetfeldtherapiegerät mit Ringapplikator im Behandlungsraum

FPZ Spezial

Magnetfeld-Therapie

Zwei Verfahren, zwei Frequenzbereiche, unterschiedliche Einsatzgebiete.

Wir arbeiten mit zwei unterschiedlichen Anwendungen: der PEMF-Magnetfeldtherapie und dem Magnetolith (EMTT). Beide Therapiearten arbeiten mit dem zyklischen Auf- und Abbau von Magnetfeldern. Der Unterschied liegt in der Frequenzdauer des Magnetfelds. Dadurch lassen sich die Effekte gezielt verstärken.

Was bei einer Magnetfeldtherapie passiert

Über eine Drahtspule wird ein wechselndes Magnetfeld erzeugt. Durch dieses wechselnde Magnetfeld wird ein elektrischer Strom im Körper induziert. Die erzeugten elektrischen Ströme sprechen gezielt die geschädigten Strukturen an und können dort ihre Wirkung entfalten.

Welche Effekte die Therapie haben kann

Bei Sehnenerkrankungen: Verringerung der Entzündung, Verbesserung der mechanischen Eigenschaften, schnellere Ausrichtung des Kollagens und damit bessere Reißfestigkeit und Elastizität.

Bei Arthrose: Linderung der Symptome, Funktionsverbesserung, Förderung der Regeneration des Knorpels.

Bei Implantaten: Unterstützung der Gewebereparatur, Förderung der Integration von Implantaten.

Auf die Muskulatur: Der Stoffwechsel in Zellen wird über eine hohe Zellwanddurchlässigkeit gefördert. Eine hohe Durchlässigkeit bedeutet einen hohen Stoffaustausch.

PEMF - das pulsierende elektromagnetische Feld

Die Besonderheit besteht darin, dass die induzierten elektrischen Felder die motorischen Neuronen der Muskulatur ansprechen und eine Kontraktion erzeugen. Daraus ergeben sich als Einsatzgebiete die Erhöhung des Stoffwechsels, die Detonisierung der Muskulatur und Sehnenerkrankungen.

In einer Untersuchung an Sehnenzellen und Muskelzellen verbesserte PEMF unter entzündlichen Bedingungen die Genexpression wachstumsfördernder Faktoren und Strukturproteine; die Produktion von Kollagen I stieg um das 2,9-Fache. Ebenso beschleunigte PEMF die Fusion von Muskelzellen (Liu et al., 2017).

Magnetolith - die extrakorporale Magnetotransduktionstherapie

Bei der EMTT baut sich das induzierte Magnetfeld mit einer wesentlich schnelleren Frequenz auf und ab. Daraus ergeben sich als Einsatzgebiete Arthrose, Implantatintegration und Knochenheilung.

Elektromagnetische Felder können Entzündungsreaktionen in arthrotischen Gelenken durch Aktivierung von Adenosinrezeptoren beeinflussen: es werden weniger entzündungsfördernde Stoffe freigesetzt und gleichzeitig ein entzündungshemmender Stoff (Ongaro et al., 2012).

Für die Knochenheilung ist eine gesteigerte Expression von Genen beschrieben, die für die Knochenbildung wichtig sind - darunter SP7, RUNX2 und COL1A1 - sowie eine beschleunigte Mineralisierung der Knochenmatrix (Gerdesmeyer et al., 2024).

Aus dem Sport liegt ein dokumentierter Einzelfall vor: Ein 24-jähriger Triathlet absolvierte drei Wochen nach einem Schlüsselbeinbruch einen Halb-Ironman, begleitend zur EMTT-Behandlung (Gerdesmeyer, Burgkart & Saxena, 2024). Ein einzelner Fallbericht beschreibt einen Verlauf, er belegt keine allgemeine Wirksamkeit.

Quellen

  1. Liu M, Lee C, Laron D, Zhang N, Waldorff EI, Ryaby JT, Feeley B, Liu X (2017). Journal of Orthopaedic Research, 35(5), 956-964. DOI 10.1002/jor.23278
  2. Ongaro A, Varani K, Masieri FF et al. (2012). Journal of Cellular Physiology, 227(6), 2461-2469. DOI 10.1002/jcp.22981
  3. Gerdesmeyer L, Tübel J, Obermeier A et al. (2024). Biomedicines, 12(10), 2269. DOI 10.3390/biomedicines12102269
  4. Gerdesmeyer L, Burgkart R, Saxena A (2024). Journal of Medical Case Reports, 18(1), 197. DOI 10.1186/s13256-024-04482-7

Ist dieses Verfahren für Sie geeignet?

Das hängt von Ihrem Befund ab. Rufen Sie an, dann klären wir das vorab, statt Sie zu einem Termin kommen zu lassen, der nichts bringt.